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Wir waren dabei unter dem Motto „Nur die Harten komm` in Garten“
Bericht u. Webseite: Andreas Zeising

Am 20. Juni 2004 starteten zwei 50er Roller - Robert und Andreas mit Sozia Jenny - nach Hamburg. Abfahrt war pünktlich um 01:00 Uhr nachts bei der Firma Steinfeld.

Die Temperaturen waren recht niedrig, aber noch auszuhalten. Die erste Pause legten wir dann in Hodenhagen ein, wo wir etwa gegen 02:30 Uhr eintrafen. Von da ging es dann weiter über Walsrode und Visselhövede. Hier suchten wir erst mal die richtige Abzweigung um unserer geplanten Route zu folgen. Dies war aber schnell erledigt und weiter ging es bis kurz hinter Schneverdingen wo wir die zweite größere Pause einlegten. Inzwischen war uns allen doch ein wenig frisch geworden, denn die feuchte Luft ging ganz schön durch. Nichts desto trotz fuhren wir gem. unserem o.g. Motto weiter. Erst mal bis nach Bucholz i. d. Nordheide zu einem Tankstop und warmen Kaffee und dann Nonstop rein nach Hamburg wo wir die Stadtgrenze genau um 05:55 Uhr erreichten.

Jetzt war erst mal ein Besuch auf dem Fischmarkt geplant. Hier verbrachten wir ca. 1 Stunde mit einem Rundgang und natürlich dem obligatorischen Fischbrötchen. In der Auktionshalle wärmten wir uns ein wenig auf und lauschten den Klängen der Band „the NEEDLES“!


Jetzt machten wir uns auf in Richtung „Michel“, wo wir gegen 08:30 eintrafen. Hier war jedoch alles noch recht leer und so parkten wir erst mal auf dem regulären Parkstreifen. Sofort machte uns ein freundlicher Ordner darauf aufmerksam, das wir bald hier nicht mehr Parken können, da dieser Bereich für Fahrzeuge gesperrt wird. Wir versprachen, sobald es soweit sein würde uns ordnungsgemäß in die Kolonne mit einzureihen. Pünktlich um 09:00 Uhr wurde dann auch die Straße vor dem Michel für den normalen Verkehr gesperrt. Jetzt dauerte es auch nicht mehr lange und die Ost-West Straße füllte sich zunehmend mit Motorrädern, Rollern, Trikes und Quads. Für uns wieder mal ein Zeichen das ein sog. Motorradgottesdienst nicht nur Motorradfahrer ansprechen soll, sondern alle, die ein Fahrzeug steuern, das ähnlich gestaltet ist. Hier auf dem Vorplatz des Michels gab es dann die Gelegenheit sich an den verschiedenen Ständen zu informieren und auch das eine oder andere zu Gewinnen oder käuflich zu erwerben. Vieles auch gegen eine kleine freiwillige Spende wie z.B. die traditionellen gelben Bänder die eine Erfindung des inzwischen verstorbenen Polizeipastors Reinhold Hintze sind. Seit 1985 werden sie auf dem MoGo Hamburg zum Zeichen der Solidarität verteilt und symbolisieren heute vor allem die Verbindung zum eigenen Schutzengel an dem im Gottesdienst erinnert wird.

Hier trafen wir jetzt auch Claus und Clair, der auch nach Hamburg gekommen war. Natürlich kamen auch viele Gespräche zustande. Unter anderem unterhielten wir uns mit Rollerfreunden von den „Sofafahrern Hamburg“, die sich auch schon auf das Wochenende bei uns sehr freuen.

Auf der NDR Bühne fand das Vorprogramm zum MoGo 2004 statt, welches von Wido Röttger moderiert wurde. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die „Swinging Voices“ aus Kiel. Wido Röttger versorgte die Menge mit viel Informationen rund um den MoGo Hamburg und interviewte unter anderem die Hauptsponsoren des MoGO von BMW, TÜV und HUK Coburg. Auch MoGo Pastor Erich Faehling und Mitbegründer von Bikers Helpline Pastor Holger Jahnke kamen zu Wort. Der MoGo-Engel der seit 2002 verliehen wird ging dieses Jahr an Pastor Peter Langenstein, der vielen unter dem Namen „Peter Pastor“ bekannt ist. Leider konnte er die Auszeichnung nicht selber entgegen nehmen, da er nach einem Motorradunfall derzeit im Krankenhaus liegt. Grußworte kamen auch vom „Hausherren“ des Michels Pastor Helge Adolphsen.

Der Mogo Hamburg findet seit 1983 statt. Damals noch auf  dem Heiligengeistfeld. Die Teilnehmerzahl belief sich hier gerade mal auf ca. 100 Motorrädern. Schon im zweiten Jahr ging man in den Michel über. 1987 war die Teilnehmerzahl bereits auf ca. 4000 Teilnehmer gestiegen. 1998 kamen mehr als 40.000 Biker zum MoGo Hamburg. Heute waren ca. 28.000 (in Worten Achtundzwanzigtausend) Fahrzeuge in Hamburg.

Wie gehabt war der Michel auch dieses Jahr zum Gottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Eröffnung durch Pastor Erich Faehling kamen Grußworte der 2 Bürgermeisterin von Hamburg Frau Birgit Schnieber – Jastram. Das traditionelle Programm wurde auch diesmal wieder durch die Hamburger Rock Ikone Inga Rumpf untermalt.

Nach dem Gottesdienst blieb dann noch ein klein wenig Zeit um wieder an die Maschinen zu kommen und gegen 14:30 startete der Konvoi in Richtung Kaltenkirchen. Die Gesamtstrecke bis dort betrug ca. 39 Kilometer, wovon ca. 34 Kilometer auf der BAB 7 zurückgelegt wurden. Ortsfremde wie wir hatten das Gefühl das mindestens 90% der Hamburger Innenstadt extra für uns gesperrt war. Die Straßen waren von Passanten gesäumt die dem Konvoi zuwinkten. Das war dann auch auf der Autobahn der Fall. Jede Brücke war voll mit Menschen und auch rechts und links der Bahn stand man und Winkte uns zu. Einige hatten sogar Transparente angefertigt auf denen Grüße an die Zweiradfahrer standen. Nach einer knappen Stunde kamen wir dann in Kaltenkirchen auf dem Gelände der Firma Dodenhof an wo die Abschlußfeier des MoGo`s stattfand. Auch hier waren weitere Informations- und Gastronomiestände aufgebaut. Für die Musikalische Untermalung sorgte in Kaltenkirchen die Gruppe „Tin Lizzy“. Hier traf ich noch einmal auf Pastor Erich Faehling, dem ich die Anregung gab auch einmal die Gruppe der Rollerfahrer zu erwähnen, so wie es hier in Hannover schon geschehen ist.

Nachdem wir uns dort noch einmal ausgiebig umgeschaut und auch mit Speisen und Getränken versorgt hatten, traten wir gegen 17:45 Uhr den Heimweg an. Dieser gestaltete sich dann doch ein wenig schwierig. Bis nach Hamburg war noch alles OK, aber dann durch Hamburg zu fahren um wieder auf den richtigen weg zu kommen war nicht einfach. Selbst die Polizei in Norderstedt konnte uns nicht weiterhelfen und schüttelte nur den Kopf als sie hörten wir seien mit 50er Rollern nach Hamburg gekommen. Einer der Beamten war schon drauf und dran einen Arzt für uns zu holen, als wir ihm erzählten das zu unserem Treffen ein 50er Fahrer ganz aus den Niederlanden Anreisen werde. Wir ließen uns jedoch nicht abschrecken und suchten unseren Weg weiter durch Hamburg um wieder auf unsere Strecke über Harburg – Bucholz/Nordheide und Schneverdingen zu finden. Leider haben wir durch das Suchen in Hamburg einige Zeit verloren aber wir hatten ja immer noch unser Motto vor den Augen
J!

Den Rückweg meisterten wir dann mit nur einer größeren, ansonsten immer nur kleinen Pausen. Wieder einmal wurde uns der Bereich Visselhövede zum Verhängnis, wo wir die Abzweigung nach Walsrode irgendwie übersehen hatten. Also kam hier noch einmal ein Umweg von ca. 25 Kilometern zustande. Kurz hinter Hodenhagen dann die letzte Pause und dann ging es durch bis nach Langenhagen wo wir uns dann trennten. Das war so gegen 01:15 Uhr.

Unser Fazit:       

"the NEEDLES" in der Auktionshalle                               Blick über den Fischmarkt

Der Glockenturm des "Michels"                        Noch ist es leer auf dem Vorplatz .....

.... und der Ost - West Strasse                                        Die ersten treffen ein.

Jetzt herrscht schon dichtes Gedränge                            Und wir mit den Rollern mittendrin

Harley fahren macht Spaß sagen Robert                        und Jenny

Die "Swinging Voices" aus Kiel                               Wido Röttger (rechts) Mit den Hauptsponsoren

Die Pastoren Holger Jahnke .....                 und Erich Faehling

Bilder aus dem Gottesdienst

Einfahrt in Kaltenkirchen

Vor der Bühne in Kaltenkirchen                          Bei unserer Abfahrt war es auch schon wieder leerer