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Bilder & Kommentare:

Timo

Lau

In unzähligen Kurorten kreuzen Kranke und Alte meinen Weg, so dass ich das höllische Tempo, dass ich beim Bergabfahren gewann drastisch senken musste. Nachdem Ruinen und bestiegen wurden und der Zenit des Schwarzwaldes überpest wurde (allerdings nicht von mir allein sondern auch von unzähligen 20-Tonnern) fand sich in einer Pension ein kuscheliges Zimmer für 18 € die Nacht. Im Restaurant wurde ich dann höflich daraufhingewiesen, dass das bestellte Alster hier Radler heißt ... .

Tags drauf sollte es in die Schweiz gehen. Ein neuer Dialekt, kleinere Verkehrsschilder und das gute Gefühl mit der Schwalbe Ausland „betreten“ zu haben.

Ziel war der berühmte Rheinfall (Bild rechts), der wegen der anhaltenden Trockenzeit jedoch weniger Wasser führte. Die Aussicht auf die Berge war um so berauschender.

Nach einem Bad in einem kleinen Baggersee, an dem man sich mit „Servus“ begrüßte ging es zum Abend hin Richtung Bodensee. Dort düste ich eine Weile auf der Schweizer Seite herum, um mir auf der Deutschen Seite dann ein Quartier zu suchen.

Sogleich änderte sich die Landschaft. In mitten von Weinbergen ging es nun weiter, im Hintergrund immer der See und der Blick auf die 3000´er der Alpen.

So tuckerte ich ins Allgäu. Es ist im Gegensatz zum Schwarzwald und der Schweiz eher eine weitläufige Hügellandschaft, sehr vereinsamt wie es mir schien, kaum was los, aber immer für `ne Brotzeit gut.

Dabei traf ich einen völlig entkräfteten Radfahrer in „Jan-Ulrich-Klamotten“, der den See „bezwingen“ (sprich umrunden wollte) aber seit Stunden keine Unterkunft fand, da Hauptsaison war. So hängte er sich an meine Schulter und so ging es die gemeinsam 10 km bis Radolfzell (Bild links). Dort spachtelten wir gemeinsam Spätzle und ließen das Meet in Strömen fließen.


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Eine Woche Urlaub ... was liegt näher als richtiger „Rollertouring-Flitzer“? Sich die Welt auf zwei Rädern anzusehen. 
In einer „Schnapslaue in einem Chinarestaurant “ wurde die Idee geboren, mit dem Autoreisezug nach Süddeutschland zu fahren: Ich schön im Schlafwagen, der Roller gut verzurrt im hinteren Wagon. Es sollte eine Tour von Lörrach (bei Freiburg) nach München werden, knapp 500 km Luftlinie. Zu Entdecken gab es vieles. Die bergige Landschaft incl. Alpen ist ein Erlebnis, das uns hier im flachen Norden einfach abgeht.

Los ging es Sonntagabend nach Hildesheim am Verladebahnhof der DB. Die Damen und Herren mit dicken Daimlern und fetten Motorrädern staunten nicht schlecht, als gerade die Schwalbe als erstes zum Verladen aufgerufen wurde, hihi.

Am frühen Morgen kamen wir in Lörrach an. Ein Mitfahrer hielt mein „Entladen“ fest. Zugegeben es ist ein kleines Suchbild (Abb.1) wo bin ich ? 

So nun ist es soweit, hurtig `ne Karte gekauft und ab in den Schwarzwald !
Schnell merkte ich, dass das anvisierte Tagesziel am Titisee in 2,5 Stunden zu erreichen war. Also Planänderung und so bin ich zunächst kreuz und quer durch den Schwarzwald bei sonnigen Wetter und 25 Grad im Schatten. Der Blick in die Täler war idyllisch ... 


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Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege, der arme Kerl fuhr wieder rechtsherum die selbe Strecke noch mal, die ich ihn tags zuvor zurück gezogen habe. Ich hingegen sah mir eine schöne Schlucht an, um dann im Konstanz an der Promenade noch ein wenig meinen Urlaubsroman zu lesen. Dann nahm ich die Fähre von Konstanz nach Meersburg mitten durch den Bodensee. Das ersparte mir einen Umweg von 80 km.    <--- weiter


Die letzte Etappe führte mich dann in die tiefen Alpen, Pässe wollten erklommen werden und auch der Österreicher staunte nicht schlecht über mein nostalgisches Ostzonenprodukt.

Am Rande der Alpen liegt Neuschwanstein, wohl eines der berühmtesten Schlösser in Deutschland überhaupt. Dort gibt es Tausende von Japanern mit Fotoapparaten soweit das Auge blickt. Ich hab deshalb nur `nen Schnappschuss gemacht und bin gleich weiter an den Tegernsee, wo mich meine Cousine erwartete.

Anschließend ging es nach München. Dort schluckte uns der Autoreisezug und ich traf den Spiegelreporter von der Hinfahrt wieder, mit dem ich gleich ein paar Radler, pardon Alster, stemmte. Ab Hildesheim kannte ich dann die Strecke... 


Eine solche Landschaft lädt wahrlich zum Rollern ein

Böhmen-Rundtour im Juli 2004

 

Bilder & Kommentare: Timo Lau
Webseite: Achim Fischer